© PD Geißler 2010
Schotterbettlägerig und begradigt durchziehen
sie im Rhytmus von Sommer- und Winterfahrplänen
das Rheinland: Schiene, Straße und Fluss.
Ein jeder von ihnen wirft seinen Gruß in das Reservat
der Stromlinie, wo sich, nach den kalten Salzfluten
des Frühjahrs, im fauligen Atem Loreleis wilde
Tomate und Sonnenblume umarmen. Von
Fliegengenerationen rundgeleckt die Kiesel,
glitschgrün im feierlichen Modersamt.
Ratte und Möwe schunkeln zum Klang eines
romantischen Verwesungswalzers,
und in der grauen Ferne erklingen
Scherben rheinischer Gemütlichkeit.
Unter alten Flussweiden liegt es hier begraben,
das Ewige und seine Mutter, die rostige Wahrheit.
Zur Ausstellung “Stromlinie”. Rheinschottergedicht Von Rainer Maria Jaenicke,
RHEINISCHE IMPRESSION (Antreib gut)
Rainer Maria Jaenicke und Paul Dieter Geissler
Wesselinger Rheinspaziergang 2003
Rainer Maria Jaenicke und Paul Dieter Geissler
Rhein - Invasion